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VIELES MUSS KLEIN BEGINNEN...

so war es auch mit dem SOLIDARIO-LADEN im Mai 2010, als die Kirche in Groß Schönebeck an den Wochenenden für BesucherInnen geöffnet wurde.

Da wurde ein kleines Sortiment fair gehandelter Produkte (Kommissionsware vom WELTLADEN  Potsdam- Babelsberg) im Vorraum der Kirche präsentiert.

Gemeinsam mit Frau Birgitt Trellert wurde dieses Projekt begonnen und ausgebaut.

Von Anfang an war es uns wichtig, mit Gemeindegliedern und BesucherInnen über das Thema „fairer Handel und unser Konsumverhalten“ ins Gespräch zu kommen. Z.B. mal genauer zu fragen: Was geschieht so alles, bevor wir unsere Tasse Kaffee täglich genießen können? Kleinbauern und PlantagenarbeiterInnen oder sogar Kinder müssen hart arbeiten und bekommen Hungerlöhne dafür. An der Börse und im Welthandel dagegen verdienen große Handelsunternehmen viel Geld mit Kaffee.


Was machen wir, wenn wir von solchen Widersprüchen wissen?    

In Weltläden (und inzwischen auch in Supermärkten) - so auch in Groß Schönebeck - gibt es eine angemessene Möglichkeit: fair gehandelten Kaffee zu kaufen, d.h. die Produzenten bekommen höhere Löhne, es gibt faire Handelsverträge auch für Kleinbauern; soziale Projekte in ihren Dörfern werden unterstützt – und: DIESER KAFFEE SCHMECKT!!!

Im Januar 2011 war es dann so weit: wir konnten einen eigenen Ladenraum eröffnen!

Jeden Freitag war zwischen 16.00 und 18.00 Uhr im Obergeschoss des Gemeindehauses, Liebenwalder Straße 54 (gegenüber der Kirche) geöffnet.

Groß Schönebeck hat jetzt ein „Dorf-Lädchen mit globalem Anspruch“ - so beschrieb es Frau Petra Elsner in ihrem Artikel für mehrere Zeitungen

„Viele Dörfer haben heute schon keinen Laden oder keine Gastwirtschaft als Kommunikationsmittelpunkt mehr. Aber so ein Kirchenlädchen ‚Solidario’, mit kleinen, feinen Geschenkartikeln, Kaffee, Tee und Schokolade zu fair gehandelten Preisen, könnte problemlos in jedem zweitem Dorf entstehen. Man hätte stundenweise einen Ort, um miteinander über das alltägliche Leben, Gott und die Welt im Gespräch zu sein.“

Das ehrenamtlich geführte Projekt SOLIDARIO wurde über den Ort Groß Schönebeck hinaus bekannt. Immer wieder waren wir bei Veranstaltungen im Umland unterwegs. Das Sortiment wurde auch ständig erweitert und es gab 2013 eine neue Ladeneinrichtung. Inzwischen arbeiteten ehrenamtlich 6 – 8 Frauen regelmäßig mit. Jede hatte „ihre“ Aufgabe (z.B. Einkauf oder auspreisen der Ware usw.). Trotz mancher Herausforderungen und anstrengenden Zeiten, machte es allen Spaß. Eine interessante Feststellung: über Jahre blieben die Mango-Produkte unser „Renner“.

2014 und 2015 gab es neue Entwicklungen: es gab z.B. ein „Faires Frühstück“ und ein „Kaffeeklatsch“ mit einer Ausstellungseröffnung oder immer wieder Projektstunden im Gymnasium Wandlitz und thematische Angebote in Gemeindegruppen.

Dann gab es einen erneuten Umzug des „Lädchens“ - jetzt in zwei Räumen des Gemeindehauses und ohne steile Treppe. Wieder zusätzliche Arbeit, aber mit vielen HelferInnen war alles schnell und schön eingerichtet. In dieser Zeit wurde eine neue Aktivität ins Leben gerufen:

 

im Pfarrsprengel Wandlitz/Basdorf/Zühlsdorf war ein „KOF-FAIR“ im Einsatz.

Bei vielen Gemeindeveranstaltungen wurde der Koffer mit fair gehandelten Waren geöffnet und alle konnten unkompliziert einkaufen. Später entstand dann in Wandlitz ein eigener WELTLADEN.

Das Engagement der Frauen machte es möglich, daß dieser SOLIDARIO-Laden seit 12 Jahren für den Ort Groß Schönebeck eine Bereicherung ist. Und die Kirchengemeinde macht das notwendige Angebot:

Einkaufen beginnt im Kopf. „Wie und was wir einkaufen, entscheidet mit über die Zukunft unserer Welt“

Annette Flade Pfr.i.R.

EINE-WELT-LADEN "SOLIDARIO"

Ein Projekt der Ev. Kirchengemeinde Groß Schönebeck

Seit Januar 2011 gibt es in Groß Schönebeck den EINE – WELT – LADEN "SOLIDARIO" mit fair gehandelten Waren. Seit vielen Jahren existieren in verschiedenen Städten Deutschlands EINE-WELT-LÄDEN. Kirchengemeinden haben diese Aktivitäten sehr unterstützt, weil sie ein wichtiger Beitrag sind, mehr Gerechtigkeit in unserer globalisierten Welt zu schaffen. In dörflichen Regionen - speziell in Nordost-Deutschland - gibt es solche Läden (noch) nicht.
Warum haben wir uns für diesen Laden in Groß Schönebeck entschieden? Wir wollen als Christen einen praktischen Beitrag leisten, dass Hunger und Elend auf der Welt gemindert werden.Wir möchten, dass Bauern und Handwerker für ihre Waren faire Preise erhalten und dass sich ihre Arbeitsbedingungen verbessern, sowie ihre Kinder z.B.eine Schulbildung erhalten.
Der Satz von Anton Rotzetter „Lass mich ein Herz haben für Bedürftige und tun, was in meinen Kräften steht“ begleitet uns bei unserer ehrenamtlichen Arbeit. Für uns als Konsumenten gibt er den Hinweis, dass unsere Art einzukaufen in unserer Welt mehr verändern kann, als wir vielleicht denken.
Inzwischen ist unser "Kirchenlädchen" auch ein Treffpunkt geworden, um miteinander über das alltägliche Leben, über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen. Schließt eine der Solidario-Frauen den Laden freitags auf, ist sie dort nicht lange allein. Man kommt, um guten Kaffee, Tee, Wein oder Schokolade zu kaufen, ein Spielzeug für das Enkelkind, ein schönes Tuch, Schmuck oder einen Korb für die Freundin. Dieser besondere Laden belebt das Dorf und gibt Anlaß, über manche Lebensfrage laut miteinander nachzudenken.

Icon EventsEmpfehlung des Monats

Empfehlungen des Solidario-Teames zu Produkten des Ladens.
Den Anfang macht Pfarrerin Sabine Müller, sie empfiehlt heute:

Mascobadozucker

Auch wenn die Weihnachtsbackzeit vorüber ist: ich backe immer noch gerne Kuchen und auch Kekse. Und ich versuche, nicht mehr ganz soviel Butter und Zucker zu nehmen, sondern auszuprobieren, wie Backen auch anders gehen kann und trotzdem lecker schmeckt. Sehr beliebt sind meine veganen Kekse. Und dazu brauche ich Mascobadozucker (Kokosblütenzucker geht auch!).

Wenn Sie jetzt sagen: kenn ich nicht? Und wo gibt’s den? Dann lade ich Sie in unseren Solidarioladenzu kommen, wo er zum ständigen Sortiment gehört.
Der Zucker kommt von den Philippinen, er ist Bio. Einfach mal ausprobieren.

Und hier ein Rezept dazu:

Sie schmelzen 125 g Kokosöl in einem Topf. Es soll lauwarm sein. In einer anderen Schüssel mischen Sie 125 g Dinkelmehl, 50 g Kokosflocken, 50 g Haferflocken, 70 g Mascobadozucker oder Kokosblütenzucker. Bitte keinen weissen oder groben Zucker nehmen. Denn das Geheimnis der Plätzchen hat auch mit diesem Zucker zu tun.  Jetzt fehlen nur noch ein knapper Teelöffel Backpulver und ungefähr 70g Rosinen oder wem das zu süß ist: Cranberrys oder gehackte Nüsse. Eins von den dreien. Dann gieße ich das flüssige Kokosöl in die vermischten trockenen Zutaten und verrühre alles gut. Von diesem klebrigen Teig steche ich mit dem Teelöffel kleine Häufchen ab, rolle Kugeln daraus, die ich auf einem Blech mit Bachpapier ziemlich plattdrücke. Das volle Blech backe ich bei 180 Grad ungefähr 6 – 8 Minuten. Das ist wirklich kurz, aber die Kekse sollen nicht zu dunkel sein. Sie sollen sich leicht goldig färben. Sie werden merken, dass bald ein wunderbarer Duft durchs Haus zieht, nach Kokos und Butter, obwohl gar keine drin ist.

Letzte Änderung am: 19.06.2022