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Veränderungen in den Kirchengemeinden

Veränderungen in den Kirchengemeinden – Herzliche Einladung zu einer wichtigen Infoveranstaltung

Veränderungen in den Kirchengemeinden – Herzliche Einladung zu einer wichtigen Infoveranstaltung

Im vergangenen Frühjahr hat die Synode unserer Landeskirche (ekbo) das Gemeindestrukturgesetz (KGSG)  beschlossen. Es hat das Ziel, die oft sehr kleinen Kirchengemeinden zu größeren Gemeinden/ Gesamtkirchengemeinden zusammen zu schließen. 


In der Präambel des Gesetzes heißt es dazu:

„Kirche ist Stiftung Jesu Christi. Ihre institutionelle Gestalt hat dienenden Charakter. Das heißt: Ihre Strukturen sind veränderbar und  können so unter den jeweils gegebenen Bedingungen der Zeit dem missionarischen Auftrag dienen, und zwar  in Verkündigung und insbesondere Gottesdienst (leiturgia), im öffentlichen Zeugnisgeben (martyria), in der Seelsorge, Diakonie in der Gemeinschaft (koinonia)  und in der Bildung. Die Anforderungen, die staatliches Recht und auch kirchliche Ordnungen an die kirchlichen Körperschaften stellen, nehmen allerdings zu und führen zu verstärktem Aufwand in verwaltender Hinsicht. Die kirchliche Organisation stellt sich diesen Anforderungen, verändert und vervielfältigt damit die Möglichkeiten der gemeindlichen Arbeit. So können die Gemeinden, so kann die Kirche insgesamt, ihrer Lebensfunktion, dem Dienst an der Welt, nachkommen. … Dieses Kirchengesetz ermöglicht den Gemeinden, zwischen den Polen von Entlastung von administrativen Aufgaben, die ihnen als Körperschaften auferlegt sind, und Freiheit zur Ausgestaltung des kirchlichen Auftrags einerseits und organisatorischer Verbindlichkeit andererseits einen eigenen Weg zu finden. Denn wie gemeindliches Leben vor Ort konkret gestaltet wird, ist vielfältig. Das kirchliche Leben vor Ort soll durch die durch dieses Kirchengesetz angestoßenen Organisationsprozesse nicht eingeschränkt, sondern gesichert und unterstützt, Beteiligung und Engagement gestärkt werden.  

Kirchliche Strukturen sind stets vorläufig, das heißt den Gegebenheiten der aktuellen Situation unterworfen. Neugestaltungen sollten so beschaffen sein, dass sie mindestens zehn Jahre eine sinnvolle Grundlage für die gemeindliche Arbeit bieten können.“ ( siehe ekbo.de/Gemeindestrukturgesetz)

Ganz praktisch heißt das: Verwaltungsaufgaben sollen minimiert werden, Kirchengemeinden sollen von Pflichten entlastet werden, die sie – als Körperschaften öffentlichen Rechtes – eigentlich erfüllen müssten und langfristig soll die Attraktivität der Landpfarrstellen wachsen, wenn eine Pfarrerin/ein Pfarrer als EinzelkämpferIn nicht 10-12 Dörfer betreuen muss.

Es soll keine Kirchengemeinde unter 300 Gemeindegliedern geben. In unserer Landeskirche haben mehr als 650 Kirchengemeinden weniger als 300 Mitglieder. 

In unserem Bereich betrifft das die Kirchengemeinden Eichhorst (60 Mitglieder) und Zerpenschleuse ( 161 Mitglieder). Sie könnten z.B. mit Groß Schönebeck (326 Mitglieder) fusionieren.

Diese Fusionen sollen bis zur nächsten Gemeindekirchenratswahlen vollzogen sein. Es gibt  dafür mehrere Varianten. Es können neue Kirchengemeinden gebildet werden (mindestens 300 Mitglieder) oder eine Gesamtkirchengemeinde, in der es einzelne Ortskirchenräte gibt (mindestens 500 Mitglieder). Je größer die Gemeinde, umso mehr Personalstellenanteile wird es in Zukunft geben.

 

Wir arbeiten in allen Dörfern schon viele Jahre eng zusammen. Seit Beginn der Coronapandemie hat sich auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarpfarrsprengeln an der ehemaligen B 109 intensiviert. Wir leben also schon ein Stück weit Gemeinschaft. Nun müssen wir weitere Entscheidungen für die Zukunft treffen.

Derzeit beraten die Gemeindekirchenräte die Situation und sollen bis Jahresende ein Votum (noch keine Entscheidung) an den Kreiskirchenrat weiter geben. Dazu brauchen wir aber noch Gespräche mit Ihnen.

 

Daher laden die Gemeindekirchenräte Groß Schönebeck-Eichhorst und Zerpenschleuse alle Gemeindeglieder aus Groß Schönebeck, Eichhorst, Klandorf, Böhmerheide, Schluft, Zerpenschleuse herzlich zu einer Informationsveranstaltung ein:

Freitag, 19.11. um 18.30 Uhr,  Kirche Zerpenschleuse. 

Achtung: Die Kirche ist nur leicht beheizt.

 

Es wird jemand von der Landeskirche bzw. dem Kirchenkreis vor Ort sein und unsere Fragen beantworten.

Bitte nehmen Sie diese Einladung wahr, informieren Sie sich.

Falls Sie aus den Nachbargemeinden kommen und nicht wissen, wie Sie nach Zerpenschleuse kommen sollen, rufen Sie im Pfarrhaus an (033393 341, evtl. AB) oder mailen Sie mir oder wenden Sie sich an die Kirchenältesten vor Ort, damit wir Fahrgemeinschaften bilden können.

 

Mit freundlichen Grüßen, auch im Namen der Gemeindekirchenräte

Pfarrerin Sabine Müller