kirche-gross-schoenebeck.de: Newsmeldungen https://kirche-gross-schoenebeck.de/ Newsmeldungen de kirche-gross-schoenebeck.de: Newsmeldungen https://kirche-gross-schoenebeck.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://kirche-gross-schoenebeck.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 19 Nov 2020 16:35:16 +0100 Fairtrade-Laden zieht um https://kirche-gross-schoenebeck.de//service-seiten/news-detail/nachricht/fairtrade-laden-zieht-um.html
Sanierung

Es ist eines der ältesten Häuser im Dorf - die alte Schule von Groß Schönebeck. Nach zwei Jahren Umbau bezieht der Laden „Solidario“ im heutigen Kirchgemeindehaus nun neue Räume. Von Ellen Werner

Kaffee und Gewürze, Schmuck und Schals, Bambusgeschirr und Kinderspielzeug - ein Großteil der „Solidario“-Waren steckt schon in Kisten und Wäschekörben. „Wir haben in dieser Woche unsere Regale und Schränke ausgeräumt“, berichtet Angelika Pankratz, eine der zehn Frauen, die sich um den Fairtrade-La-den der evangelischen Kirchengemeinde in Groß Schönebeck kümmern. Am Sonnabend soll der Umzug Teil eins stattfinden.

Umzug als Herausforderung

„Wir ziehen zwar nur von Tür zu Tür“, sagt die Ehrenamtlerin. Doch im Zusammenhang mit den Pandemiemaßnahmen wird der einfachste Umzug zur logistischen Herausforderung. Damit nicht alle vom Ladenteam gleichzeitig Zusammentreffen, packen die Frauen, die zum Teil ihre Männer eingespannt haben, in wechselnden Schichten an. „Wie weit wir kommen, wissen wir noch nicht“, sagt Angelika Pankratz.

Ob deshalb die Freitagsöffnung nur in dieser Woche oder nochmals entfallen muss, ist noch ungewiss. Fest steht für die „Solidario"-Mitstreiterin aber eines: „Wir ziehen in den schönsten Raum in unserem ganzen Haus.“

Seit etwa zwei Jahren wird am und im evangelischen Gemeindehaus an der Adresse Liebenwal-der Straße 54 gebaut. Geplant war die Sanierung nicht. „Das Haus fiel uns fast über dem Kopf zusammen“, sagt Pfarrerin Sabine Müller, die ihr Amt in Groß Schönebeck 2017 angetreten hatte. Teile der Holzkonstruktion des Fachwerkhaus waren marode. Es bestand Einsturzgefahr. „Da wurde die Arme-Leute-Bauweise sichtbar.“

In der Kirchengemeinde habe man daher zunächst intensiv über die Zukunft des Gebäudes nachgedacht. Verkaufen oder auch ein Teilabriss gehörten zu den Optionen. „Wir haben aber gemerkt, wir wollen es noch nutzen und haben dann doch Fördergelder bekommen“, sagt die Pfarrerin. „Und jetzt wird es richtig schön.“

Viele Groß Schönebecker verbinden mit dem Haus Erinnerungen, ist der Kirchenfrau bewusst. Bevor es der Kirche überschrieben wurde, war es das Schulhaus. Noch bis 1970 fand in zwei Klassenräumen Unterricht statt. Auch ein. Kindergarten war hier eine zeitlang untergebracht. Bei der zum Teil denkmalgerechten Sanierung ging es insbesondere um den rechts vom Hofeingang gegenüber der Kirche gelegenen Gebäudeteil - eines der ältesten Häuser im Dorfkern Groß Schönebecks überhaupt. 1812 wurde diese Hälfte des roten Backsteinhauses erbaut - nachdem ein früheres Schulhaus in der Schlossstraße im selben Jahr abgebrannt war. Und man, wie Groß Schönebecks Museumschef Helmut Suter zur Chronik berichten kann, im Dorf ohnehin schon fast zwei Jahrzehnte über einen Schulneubau diskutiert hatte, weil damals bereits die Schülerzahlen explodierten.


So war es auch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Schon für die 345 Schüler in drei Klassen, die 1847 gezählt wurden, reichte der Platz längst nicht mehr aus, schreibt Suter im Gemeindeblatt, dem „Kirchenboten“. 1861 sei das Gebäude in südlicher Richtung verlängert worden und habe dabei seine noch erhaltene massive Backsteinanmutung bekommen. Die Haushälfte ist von der Renovierung vorerst ausgenommen.

Pfarrerin Müller ist froh darüber, dass der sanierte Teil in seinem Inneren wieder als Fachwerkbau mit lehmverputzten Zwischenräumen zu erkennen ist. Gebaut wurde etappenweise mit Pausen. „Die Kirchengemeinde musste erst immer Gelder ansparen" erläutert die Hausherrin. 75.000 Euro für die Sanierung habe allein der Kirchenkreis Barnim zugeschossen. „Von uns selbst kommen auch nochmal mindestens 50.000 Euro“, sagt Sabine Müller.



Arbeiten dauern bis März Nach den Sicherungsarbeiten an Giebel und Hinterseite, dem kompletten Austausch des Fachwerks an der Südwestseite des Ursprungsbaus und dem Einbau neuer Wände und Fenster waren zuletzt die Maler und Fußbodenleger im Einsatz. Noch bis März sollen die letzten Arbeiten andauern. Zuvor wird aber auch das Gemeindebüro frisch renovierte Räume im Gemeindehaus beziehen. Der Eine-Welt-Laden „Solidario“ hat voraussichtlich ab dem 27. November wieder freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. An den drei Adventssamstagen im Dezember Weihnachtsöffnungen jeweils von 10 bis 14 Uhr. Offiziell feiert der Laden seine Einweihung nach dem Umzug im nächsten Jahr. Im Januar nämlich wird das einzige ländliche Fairtrade-Geschäft im Barnim zehn Jahre alt.

Quelle: Barnim Echo

]]>
kirche-gross-schoenebeck Thu, 19 Nov 2020 16:35:16 +0100
Modernisierung https://kirche-gross-schoenebeck.de//service-seiten/news-detail/nachricht/modernisierung.html Egal, aus welcher Richtung – wer sich Groß Schönebecks Ortsmitte nähert, dem zeigt die Kirchturmuhr die Zeit. Vier Zifferblätter prangen am alten Wehrturm der Immanuelkirche. Allerdings – jedes gibt eine andere Uhrzeit an, und keine davon stimmt. "Mit den Jahren ging die Uhr immer ungenauer und dann gar nicht mehr", sagt Jörg Mitzlaff, der Vorsitzende des Groß Schönebecker Bürgervereins. Dem Laufwerk, das regelmäßig nachjustiert werden muss, fehlen Wartung und Pflege.

"Jetzt sind wir gefragt", heißt es deshalb auf der Crowdfunding-Plattform Startnext. Dort hat der Bürgerverein eine Spendenkampagne gestartet. Das erklärte Ziel: "Wir wollen unseren Stundenschlag wieder zurück und unsere Turmuhr wieder in Gang bringen." Die Idee, sagt Mitzlaff, sei eine moderne Lösung. Dafür liege ein Angebot von einem Berliner Glockenbauer vor. Er würde die Uhr mit einem neuen elektronischen Motorzeigertreibwerk ausstatten, einem kleinen Modul, das sekundengenau über Funksignale gesteuert wird. Insgesamt 5.032,99 Euro sollen die Elektronisierung des Zeitmessers und die Erneuerung der Anschlüsse zu den Zifferblättern kosten.

Dritte Erneuerungskur der Uhr

"Allein können wir das nicht stemmen", sagt Jürgen Meier, der in der Kirchengemeinde für Baufragen zuständig ist. Die Kirchengemeinde, die selbst 1000 Euro aufbringt, hatte daher den Bürgerverein um Hilfe gebeten. Nachdem der ebenfalls 1000 Euro aus dem Spendentopf des Vereins zusagte, zog auch der Ortsbeirat nach und kündigte eine Summe in derselben Höhe an. Der Rest, etwas mehr als 2000 Euro, soll bis zum 19. September aus den Internetspenden zusammenkommen. "Wenn wir es schaffen, bis zum Herbst die Summe gemeinsam aufzubringen, kann die Uhr noch dieses Jahr repariert werden", sagt Vereinschef Mitzlaff.

Für die Uhr, die 1830 der Königliche Stadt- und Hofuhrmacher von Berlin Eduard Möllinger gebaut haben soll, wäre es wohl die dritte Modernisierung. Einmal soll sie im Jahr 1881 überholt worden sein. Mitte der 80er-Jahre restaurierte sie dann der Groß Schönebecker Dieter Müller.

Anders als damals steht die Uhr heute allerdings nicht still. "Die läuft auch noch hundert Jahre. Man muss aber regelmäßig hoch und sie aufziehen", sagt Müller. Der damalige Reparaturschlosser, der nach der Wende zwei Jahre Bürgermeister in Groß Schönebeck war, arbeitete das Uhr- und das Glockenschlag in seiner Freizeit auf. Viele Einzelteile baute der heute 71-Jährige nach, von Zahnrädern über Zeiger bis hin zum Pendel. "Allein ein Jahr ging mit Berechnungen und dem Studium von Fachliteratur drauf", berichtet er. Außerdem versah er die Mechanik schon damals mit einem Motor für den Stundenschlag.

Bis vor zehn Jahren stieg Müller auch noch regelmäßig auf den Kirchturm, um die Uhr nachzujustieren und zu pflegen. Mit einem Pfarrerswechsel seien seine Dienste danach jedoch nicht mehr gebraucht worden, erzählt er. "Ich persönlich würde immer so ein altes Uhrwerk vorziehen", sagt Dieter Müller noch immer. Dass die Kirchturmuhr künftig funkgesteuert laufen soll, sei aber auch für ihn völlig in Ordnung, stellt er klar.

Wenn jeder Groß Schönebeckerin und jeder Groß Schönebecker 1,20 Euro spenden würde, dann wäre die Summe für die Funkuhr schon beisammen, hat Vereinschef Jörg Mitzlaff ausgerechnet. Einige haben bereits gespendet, auch direkt aufs Vereinskonto. So seien außer den 290 Euro, die in den ersten Tagen der Kampagne übers Internet zusammengekommen sind, bereits rund 500 Euro eingegangen. Wünschenswert wäre aber, wenn möglichst viele Spenden über die Online-Plattform eingehen, sagt Mitzlaff. "Dort kann man auch genau nachverfolgen, wie viel Geld schon da ist." Wer mehr als 50 Euro dazugibt, werde später namentlich auf einer Spendentafel im Kirchturm aufgeführt.

Und was, wenn das Geld nicht bis September zusammenkommt? "Dann wäre das Projekt gescheitert", sagt Jörg Mitzlaff. "Entweder wollen es die Bürger oder nicht."

Quelle: MOZ, Ellen Werner / 02.07.2020, 05:00 Uhr

]]>
kirche-gross-schoenebeck Wed, 15 Jul 2020 09:10:29 +0200